Nach zwei klaren Siegen gegen die Bern Cardinals vor Wochenfrist gingen die Challengers als Favoritinnen in die Wild Card Serie gegen denselben Widersacher. Die Zürcherinnen bestätigten dabei ihren vierten Platz nach der Vorrunde im Duell mit den im fünften Rang klassierten Cardinals und gewannen abermals zweimal deutlich.
Zwar brauchten die Gäste einen Moment, bis sie in Fahrt kamen. Doch mit fünf Runs im zweiten Inning zum 7-1 stellen sie die Weichen früh auf Sieg. Nach vier Innings zeigte die Resultattafel auf der Berner Allmend einen 17-2 Erfolg der Challengers. Kirsten Schmidt glänzte mit insgesamt zwei Triples und zwei Doubles, vier RBI und drei Runs, aber auch Simona Cellar, Carmen Lutz-Demetz, Karen Hendren und Leandra Simitovic steuerten je zwei Hits zum klaren Win bei.
Auch nach der Pause zwischen den beiden Partien machten die Zürcherinnen weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten. Erneut stand es schon früh entscheidend 7-0 und obwohl auch die Cardinals offensiv einige gute Aktionen zeigen konnten, ging auch Spiel 2 mit 22-9 sicher an die Challengers. Kirsten Schmidt erzielte drei Hits, davon im fünften Inning ein 2-Run Homer, vier RBI und drei Runs, Carmen Lutz-Demetz steuerte zwei Hits, fünf RBI und drei Runs bei, Leandra Simitovic sammelte zwei Hits, drei RBI und vier Runs und auch Karen Hendren, Simone Zurschmitten und Ciara Giles-Doran lieferten ein Multi-Hit Game ab.
Mit den beiden Siegen beenden die Challengers die Wild Card Serie nach dem Modus best-of-three auf dem schnellsten Weg. Als Belohnung winkt nun das Playoff-Halbfinale nach demselben Modus gegen den amtierenden Meister Wittenbach Panthers. Diese schlossen nicht nur die Vorrunde auf dem ersten Rang ab, sondern feierten in dieser Woche am Women’s Softball European Cup zu Hause den Turniersieg, mit vier Siegen aus fünf Spielen. Im Finale schlugen sie den Kiew Softball Club nach einer starken Leistung mit 7-0.
Softballerinnen holen sich Playoffplatz
Wild Card Games im Softball
Aufgrund einer Modusänderung in der Softball-Liga im Vergleich zu den Vorjahren ermitteln in dieser Saison die viert- und die fünftplatzierte Equipe nach der Vorrunde in einer Wild Card Serie nach dem Modus best-of-three den vierten Teilnehmer an den Playoffs. Die Challengers treffen dabei auf die Bern Cardinals, wobei es am Sonntag auf der Berner Allmend zu den ersten beiden Spielen kommt. Eine allfällige dritte Partie wäre in einer Woche dann in Zürich.
Die Challengers gehen als Favoritinnen in dieses Duell, hatten sie doch zuletzt das Direktduell in Zürich klar für sich zu entscheiden vermocht und auch die Formkurve zeigte zuletzt nach oben.
Keine Playoffs für die Challengers
Im Entscheidungsspiel um den vierten und letzten Playoffplatz ziehen die Challengers gegen die zweite Mannschaft der Zürich Barracudas mit 7-8 knapp den Kürzeren. Damit finden die Playoffs ohne den zehnfachen Meister statt.
Zunächst deutete sich die Niederlage in dieser alles entscheidenden Direktbegegnung nicht an. Leonel Hernandez Reyes, Säntis Zeller und Carsten Zuber sorgten im ersten Inning mit drei Hits für die ersten beiden Runs und ein 2-Run Single von Playing Coach David Castillo im zweiten Inning führte zum zwischenzeitlichen 4-1. Doch während auf Seite der Challengers 14 der nächsten 15 Batter out gingen, sorgten die Barracudas mit insgesamt zwölf Hits in jedem einzelnen Inning mit mindestens zwei Baserunners für Betrieb auf den Bases – und letztlich auch für die entsprechenden Runs. Die Challengers sahen sich so vor dem letzten Durchgang mit einem 4-8 Rückstand konfrontiert. Mit dem Rücken zur Wand probierten sie nochmals die Wende zu schaffen. Und tatsächlich wurde es nochmals dramatisch. Nach Hits von Leonel Hernandez Reyes und Jasper Freigang, lieferte David Castillo seine RBI Nummer drei und vier und mit einem RBI-Single von Oliver Bernet stand es plötzlich nur noch 7-8. Doch mit dem tying Run auf der dritten Base retteten sich die Barracudas mit dem dritten Out gerade so über die Ziellinie und beendeten eine für die Challengers enttäuschende Saison vorzeitig.
Triple Header an die Challengers Softballerinnen
Am Sonntag kam es auf der Klopstockwiese zu einem seltenen Triple-Header zwischen der SG Flyers/Panthers und den Zürich Challengers. Die Zürcherinnen zeigten eine konstant gute Leistung und auch die Flyers zeigten sich im Vergleich zum Saisonstart verbessert. Die Challengers kamen aber locker zu drei Wins und totalisierten somit innert 30 Stunden deren fünf, was vermutlich ein neuer Schweizerrekord darstellt.
Das erste Spiel des Tages war ein Nachholspiel eines Mitte April wegen Regens – man glaubt es kaum – abgebrochenen Doubleheaders in Therwil. Die Challengers kamen nach den beiden Spielen am Vortag gegen die Bern Cardinals nicht wie gewünscht aus den Startblöcken, nahmen aber dann doch Fahrt auf und gewannen sicher mit 21-2. Kirsten Schmidt kam auf zwei Hits und vier RBI, Marina Vaccaro hatte zwei Hits und drei RBI, Lara Müller steuerte zwei Hits und zwei RBI bei und Vianne Benz sammelte ebenfalls vier RBI. Ausserdem schaffte sie zusammen mit Kirsten Schmidt einen No-Hitter.
Nun folgte somit der ursprünglich angesetzte Spieltag mit den beiden Heimspielen der Zürcherinnen. Da gingen die Flyers im Startinning erstmals an diesem Spieltag in Führung, doch die Challengers kamen auch hier zu einem sicheren 11-1 Sieg. Simona Cellar, die mit einem In-the-park Homerun für das und Karen Hendren erzielten je zwei Hits, während Simone Zurschmitten einen Tag nach ihrem Comeback auch gleich erstmals als Pitcherin zum Einsatz kam und in vier Innings nur zwei Hits und einen Run abgab bei vier Walks und drei Strikeouts.
Die Zürcherinnen wechselten für das dritte Spiel im Lineup wild durch, behielten aber den in den vorangegangenen Partien angeschlagenen Rhythmus bei. Diesmal lautete das Schlussresultat 12-2. Carmen Lutz-Demetz, die als Pitcherin die Challengers zum Sieg führte, lieferte auch noch einen No-Hitter ab. In vier Innings gab sie zwei Runs ab bei fünf Walks und fünf Strikeouts und war zugleich auch in der Offensive die produktivste Spielerin mit zwei Hits und drei RBI. Mit den fünf Wins innert 30 Stunden sichern sich die Challengers definitiv Platz vier und somit das Heimrecht für die Wild Card Runde gegen die Bern Cardinals, in welcher der vierte Playoff-Teilnehmer ermittelt wird.
Keine Chance beim Meister
Im Duell mit dem amtierenden Meister aus Therwil hatten die Challengers klar das Nachsehen. Dem neu zusammengewürfelten Lineup merkte man die fehlende Abstimmung an, weshalb die Zürcher wie schon im Hinspiel chancenlos blieben.
Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison 2026. Das Lineup der Challengers ist an jedem Spieltag anders. Dass so keine Automatismen aufkommen können, leuchtet ein. Entsprechend hatten die Zürcher im Baselbiet einen äusserst schweren Stand. Die Flyers waren über den ganzen Spieltag deutlich überlegen und siegten klar mit 18-2 und 16-1.
Da die zweite Mannschaft der Zürich Barracudas das kleine Derby gegen die Zürich Lions gewann, fielen die Challengers auf den fünften Rang zurück, weshalb sie nun im letzten Spiel der Zwischenrunde am Mittwochabend in der Direktbegegnung mit den Barracudas zwingend einen Sieg benötige. Ansonsten verpassen sie den Einzug in die Playoffs.
Perfect Game für Kirsten Schmidt bei Sweep über Cardinals
Den Challengers gelang gegen den Tabellennachbarn aus Bern ein dominanter Auftritt. Gekrönt wurde der Nachmittag durch ein Perfect Game von Pitcherin Kirsten Schmidt, die in vier Innings dem Minimum von zwölf Battern gegenüberstand und alle out machte. Dank des Sweeps ziehen die Challengers in der Tabelle an den Cardinals vorbei und liegen nun auf Rang vier.
Die Rückkehr von Isabelle Tan und Simone Zurschmitten verhalf den Challengers sichtlich zu mehr Stabilität und vor allem gab es der Offensive den benötigten Boost. Dass die Zürcherinnen vor dem Spieltag in der Tabelle hinter den Cardinals rangiert waren, war auf dem Feld zu keinem Zeitpunkt spürbar. Schon im ersten Inning legten Kirsten Schmidt mit einem RBI-Double sowie Karen Hendren und Leandra Simitovic mit RBI-Singles zum 3-0 den Grundstein zum Sieg in Spiel 1. Ein weiterer RBI-Double von Schmidt und ein RBI-Single von Vianne Benz erhöhten das Polster auf 5-1, ehe im vierten Inning ein RBI-Double von Lara Müller, ein RBI-Single von Vianne Benz sowie vier Errors in der Cardinals Defensive den 11-1 Sieg besiegelten. Leandra Simitovic gab in vier Innings einen Run und einen Hit ab bei drei Strikeouts für ihren 143. Win als Challenger.
Spiel 2 wurde dann zur grossen Show von Kirsten Schmidt, der ein seltenes Perfect Game gelang. Von ihren 43 Pitches waren deren 32 Strikes. Herausragend dabei das At Bat von Aline Baum, die nach sechs Foul Balls den zehnten Pitch des at Bats satt traf, ihren Linedrive aber von Mia Matas entschärft sah. Überhaupt zeigte die Challengers Defense eine hochkonzentrierte Leistung. In der Offensive sorgten Karen Hendren und Simone Zurschmitten mit je zwei Hits für die Musik, während sich Marina Vaccaro Brüderli zwei RBI notieren liess. Am Sonntag kommt es auf der Klopstockwiese zum nächsten seltenen Ereignis. Dann steht ab 10.00 Uhr ein Triple-Header gegen die SG Flyers/Panthers auf dem Programm.
Auch NLB-Team verliert Derby
Nachdem in der NLA beide Nightgames Anfang Woche eine Beute der Barracudas wurden, verhielt es sich im NLB-Stadtderby am Mittwoch nicht anders. Nach gutem Start gerieten die Challengers aus der Spur und unterlagen dem Stadtrivalen mit 4-18.
Zunächst deutete noch wenig auf einen solchen Ausgang. Shadir Mora eröffnete für die Challengers mit einem Single und scorte später den ersten Run des Spiels, während Jason Wüger kurz darauf mit dem 2-0 nachzog. Das Heimteam hatte in der Folge das Spiel im Griff. Doch im dritten Inning zündeten die Barracudas ein Feuerwerk. mit vier Extra-Base Hits erzielten sie sechs Runs zum 6-2. Während die Challengers darob aus der Spur gerieten, blieben die Barracudas weiter am Gas, scorten Run um Run und siegten schliesslich vorzeitig mit 18-4.
Klare Niederlagen in Stadtderbys
Die Challengers trafen am Montag- und Dienstagabend zweimal in Nightgames auf den Stadtrivalen Zürich Barracudas. In beiden Begegnungen erwiesen sich die Grünen als die klar stärkere Equipe. Nach einem 12-2 am Montag liessen die Barracudas am Dienstag einen 20-8 Sieg folgen.
Die Gäste versäumten im ersten Spiel am Montagabend keine Zeit, um einen unmissverständlichen Anspruch auf den Derbysieg anzumelden. Die Barracudas stellten schon im ersten Inning auf 4-0. Im dritten Inning gaben auch die Challengers ein Lebenszeichen. Playing Coach David Castillo verkürzte für sein Team mit einem 2-Run Single auf 2-4. Doch die Gäste liessen keine Spannung aufkommen. Im vierten Durchgang stellten sie den alten Abstand wieder her. Die weiteren sechs Runs in den letzten beiden Innings waren dann noch Zugabe.
Im zweiten Spiel der two-game Series waren es die Challengers, die zuerst ein Ausrufezeichen setzten. Mit sechs Hits erzielten sie im ersten Inning gleich fünf Runs und bewiesen, dass ihre Offensive mehr kann, als sie dies am Vorabend zeigte. Doch dann kam das dritte Inning. Die Challengers reihten Fehler an Fehler. Damit und mit zahlreichen Walks verhalfen sie dem Gegner zu acht Runs und somit zur Wende in diesem Spiel. Zwar blieben die Challengers bis zum ünften Inning mit 7-10 einigermassen in Schlagdistanz, es waren aber die Barracudas, die noch zu einem Schlussspurt ansetzten, während die Challengers dem Gegner keine Steine mehr in den Weg zu legen vermochten.
Mit Sweep an die Streetparade
Das NLB-Team gewinnt weiter und feiert am Streetparade-Samstag mit 19-4 und 16-3 zwei klare Siege gegen die Sissach Frogs.
Ganz so einfach wie die nackten Resultate vermuten lassen, war es für die Challengers gegen den Tabellennachbarn aus Sissach nicht. Die drittplatzierten Zürcher schufen aber mit dem Sweep entscheidend Distanz zu den im vierten Rang liegenden Baselbietern. Es waren aber zunächst die Gäste, die aufs Gaspedal drückten. Die Frogs gingen im ersten Inning mit 2-0 in Führung und kamen nach einem ersten Lebenszeichen der Challengers im dritten Durchgang nochmals zum 4-4 Ausgleich. Das Heimteam riss aber mit fünf Runs aus vier Hits und zwei Walks die Führung sogleich wieder an sich, wobei der 2-Run Triple von Noah Nussbaum in der Nachbetrachtung das entscheidende Element zum Sieg war. Im vierten Inning folgte dann noch die Kür mit sieben Hits zu zehn weiteren Runs und einem vorzeitigen Ende durch Mercy-Rule. Den Win holte sich Jasper Freigang mit einem Complete Game.
Ganz ähnlich verlief die zweite Partie. Zwar eröffneten dieses Mal die Challengers das Score, ein 2-Run Triple von Florin Kämpfer sorgte für das 2-0, doch die Sissacher übernahmen im zweiten Inning mit dem 3-2 kurzzeitig das Zepter. Das war allerdings alles, was Pitcher Florin Kämpfer zuliess. Im restlichen Spiel gab er nur noch einen Hit ab und weil die Offensive der Challengers nochmals heiss lief, zogen die Zürcher noch auf 16-3 davon. Mit nun acht Siegen aus zehn Spielen und in Tuchfühlung mit den Spitzenteams der Barracudas Academy – das Direktduell steht am Mittwochabend auf dem Programm – und der Wil Pirates lässt sich der Streetparade-Samstag am Seebecken gut ausklingen.
Nightgames Festival im Heerenschürli
In der letzten Zürcher Ferienwoche bieten die Challengers ihren Fans ein Festival an Nightgames. Den Anfang macht das NLA-Team, das am Montag und Dienstag im Stadtderby auf die Zürich Barracudas trifft. Für die derzeit viertplatzierten Challengers geht es darum, ihren Tabellenplatz zu verteidigen, während die drittplatzierten Barracudas den Anschluss an das Spitzenduo aus Therwil und Luzern aufrecht erhalten wollen. Die Spiele beginnen im Baseballstadion Heerenschürli in Zürich-Schwamendingen am Montag um 19.00 Uhr und am Dienstag um 18.30 Uhr.
Am Mittwochabend duellieren sich in der NLB die zweite Mannschaft der Challengers und die Zürich Barracudas Academy. Die Challengers konnten in der Zwischenrunde bislang überzeugen und unter anderem den Wil Pirates deren bislang einzige Niederlage beifügen. Aber auch die Academy spielt stark auf. Die Barracudas Junioren gewannen alle bisherigen Partien der Zwischenrunde. Zum Direktduell kommt es am Mittwoch um 18.30 Uhr im Heerenschürli.